Schaumwein ist Wein, in dem gelöste Kohlensäure für Überdruck und Perlage sorgt. Sie entsteht bei einer zweiten Gärung — in der Flasche oder im Tank. Ab drei bar Überdruck gilt ein Wein als Schaumwein; darunter, zwischen einem und 2,5 bar, spricht man von Perlwein.
Was einen Wein prickeln lässt, ist eine zweite Gärung. Dem fertigen Grundwein werden Zucker und Hefe zugesetzt; die dabei entstehende Kohlensäure bleibt im geschlossenen Behälter gebunden und löst sich im Wein. Zwei Wege führen dorthin: die Flaschengärung, bei der die zweite Gärung in derselben Flasche stattfindet, die später verkauft wird, und die Tankgärung im Drucktank. Beide erzeugen echte Gärungskohlensäure — die Tankgärung ist nicht schlechter, sondern betont Frucht und Frische.
Über den Druck grenzt sich Schaumwein nach unten ab: Ab drei bar Überdruck gilt ein Wein weinrechtlich als Schaumwein, Qualitätsschaumwein muss mindestens 3,5 bar erreichen. Perlwein liegt darunter, zwischen einem und 2,5 bar — der Bereich dazwischen ist nicht verkehrsfähig.
Unter dem Oberbegriff Schaumwein versammelt sich eine große Familie mit geschützten Herkünften: Champagner aus der Champagne, Crémant aus dem übrigen Frankreich, Sekt und Winzersekt aus Deutschland, Prosecco und Spumante aus Italien, Cava aus Spanien. Sie unterscheiden sich in Herkunft, Rebsorten, Methode und Reifezeit — der Oberbegriff sagt zunächst nur: hier prickelt es aus zweiter Gärung.
Siehe auch: Sabrieren (Sabrage).
Siehe auch: Venetien.
Siehe auch: Glera, Moscato.
Siehe auch: Espumante.
Siehe auch: Lambrusco.
Siehe auch: Champagne, Pet Nat, Franschhoek, Cap Classique, Zweite Gärung, Mantinia, Etyek-Buda, Kartli, Târnave, Codru, Nova Scotia (Neuschottland).