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Tschechischer Weinbau
Tschechien ist ein Weißwein-Land: Rund 96 Prozent der Reben stehen in Mähren im Südosten, der kleine Rest in Böhmen. Typisch sind frische, aromatische Weißweine aus Grüner Veltliner, Welschriesling und der heimischen Pálava.
Auch bekannt als: Tschechischer Weinbau, Wein aus Tschechien, Böhmisch-Mährischer Weinbau, Tschechischer Wein
Der tschechische Weinbau teilt sich in zwei sehr ungleiche Hälften: Das mit Abstand größte Gebiet ist Mähren im Südosten des Landes mit rund 96 Prozent aller Reben, dazu kommt das kleine, historische Böhmen rund um Prag und Mělník. Das kühle, kontinentale Klima bringt vor allem frische, duftige Weißweine hervor — aus Grüner Veltliner, Welschriesling, Müller-Thurgau, Riesling und der aromatischen heimischen Kreuzung Pálava. Bei den Rotweinen dominieren Frankovka (Blaufränkisch), St. Laurent und Zweigelt. Eine lebendige Tradition ist der Svatomartinské, der junge Martiniwein. Nach den schweren Jahrzehnten des Kommunismus, der die Weingärten verstaatlichte, erlebt der tschechische Wein seit den 1990er-Jahren eine bemerkenswerte Qualitätswende.
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