Das Große Gewächs (GG) ist die höchste Stufe der VDP-Klassifikation für trockene Weine. Es stammt aus einer VDP.Großen Lage – dem deutschen Gegenstück zum Grand Cru – und steht für Spitzenqualität aus einer parzellengenau abgegrenzten Toplage. Maßstab ist die Herkunft, nicht das Mostgewicht.
Die VDP-Qualitätspyramide steigt von Gutswein über Ortswein und Erste Lage bis zur Großen Lage – den besten, parzellengenau abgegrenzten Weinbergen Deutschlands. Der trocken ausgebaute Wein aus einer solchen Großen Lage wird als Großes Gewächs bezeichnet und in einer geprägten GG-Flasche abgefüllt.
Wichtig ist die Abgrenzung: Ein GG ist immer trocken. Die frucht- und edelsüßen Weine derselben Lage tragen dagegen die klassischen Prädikate wie Auslese oder Beerenauslese. Rechtlich ist ein Großes Gewächs meist ein Qualitätswein trocken, kein Prädikatswein – hier zählt die Herkunft, nicht der Restzucker.
Hinter dem GG stehen strenge Regeln: selektive Handlese, ein auf höchstens 50 Hektoliter je Hektar begrenzter Ertrag und eine späte Marktfreigabe, bei Weißwein erst ab dem 1. September des Folgejahres. Der Begriff stammt aus dem privatrechtlichen VDP-Statut; die herkunftsbasierte Pyramide ist inzwischen auch ins deutsche Weingesetz eingeflossen.