Indien ist ein junger, rasch wachsender Weinmarkt. Die Reben stehen in den kühleren Höhenlagen des tropischen Südens, allen voran in Nashik. Angebaut werden internationale Sorten wie Sauvignon Blanc, Chenin Blanc und Shiraz.
Der moderne indische Weinbau ist noch jung: Erst in den 1980er- und 1990er-Jahren entstanden die ersten ernsthaften Weingüter. Weil Indien in den Tropen liegt, weicht man in die kühleren Höhenlagen von 200 bis 1.000 Metern aus — sonst wären Hitze und Monsun zu extrem. Wichtigstes Gebiet ist Nashik im Bundesstaat Maharashtra, die „Weinhauptstadt Indiens"; die zweite Hochburg liegt bei Bangalore in den Nandi Hills im Bundesstaat Karnataka. Eine autochthone Weinrebe hat Indien nicht — angebaut werden internationale Sorten wie Sauvignon Blanc, Chenin Blanc, Shiraz, Cabernet Sauvignon und Zinfandel. Das Besondere ist der Rhythmus: Im tropischen Klima gibt es keinen echten Winter, deshalb arbeiten die Winzer mit dem doppelten Rebschnitt. Den Durchbruch brachte 1999 das Weingut Sula in Nashik, das die Region praktisch erfunden hat. Seither wächst der Markt zweistellig, getragen von einer jungen, wachsenden Mittelschicht.