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Tasting-WissenWein

Sauvignon Blanc

Sauvignon Blanc ist eine aromatische weiße Rebsorte mit unverwechselbar frischem, grünem Charakter. Typisch sind Aromen von Stachelbeere, Cassis, grüner Paprika und frisch geschnittenem Gras, dazu eine lebhafte Säure. Ihre Heimat ist Frankreich (Loire und Bordeaux), zur zweiten Heimat wurde Neuseeland mit besonders tropisch-fruchtigen Weinen.

Auch bekannt als: Fumé Blanc, Blanc Fumé, Muskat-Silvaner

Frisch, grün, unverwechselbar — Sauvignon Blanc ist eine der aromatischsten Weißweinsorten der Welt und für viele der Inbegriff eines spritzigen Sommerweins. Sein Markenzeichen ist eine grüne, kräuterwürzige Aromatik, die es so bei keiner anderen Traube gibt. Und diese hat einen überraschend konkreten Grund.

Verantwortlich sind natürliche Aromastoffe namens Methoxypyrazine, die auch in grüner Paprika, Stachelbeere und frisch gemähtem Gras stecken. Bei kühlem Klima und früher Lese treten sie besonders deutlich hervor. In ihrer intensivsten Form kann diese Note sogar an Katzenurin erinnern — ein Aroma, das Weinkenner tatsächlich schätzen und liebevoll mit dem französischen pipi du chat umschreiben. Klingt skurril, gehört aber zum ehrlichen Steckbrief dieser Rebsorte.

Ihre Heimat liegt in Frankreich: An der Loire, in Sancerre und Pouilly-Fumé, entstehen mineralisch-straffe Weine mit Cassis und Feuerstein; in Bordeaux wird Sauvignon Blanc oft mit Sémillon verschnitten und trägt sogar zu den großen Süßweinen von Sauternes bei. Zur zweiten Heimat wurde in den 1990er Jahren Neuseeland: Die Region Marlborough begründete mit explosiv-tropischen Weinen (Passionsfrucht, Maracuja, Stachelbeere) einen ganz eigenen Stil, der die Sorte weltberühmt machte. Meist wird Sauvignon Blanc trocken und ohne Holz ausgebaut, um seine Frische zu bewahren. Übrigens teilt er sich den Namensbestandteil mit dem Cabernet Sauvignon — und ist tatsächlich einer von dessen Elternteilen.

Siehe auch: Loire, Cabernet Blanc, Constantia, Casablanca.

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