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Tasting-WissenWein

Syrah / Shiraz

Syrah und Shiraz sind zwei Namen für dieselbe kraftvolle rote Rebsorte. Typisch sind dunkle Frucht (Brombeere, Pflaume) und eine markante Pfefferwürze. Als Syrah (Frankreich, Rhône) fällt sie eleganter und würziger aus, als Shiraz (Australien) kräftiger und fruchtbetonter. Der Name auf dem Etikett verrät oft schon den Stil.

Auch bekannt als: Shiraz, Syrah Noir

Eine Rebsorte, zwei Namen, zwei Welten: Syrah und Shiraz sind genetisch identisch, doch der Name auf dem Etikett gibt meist einen Hinweis auf den Stil im Glas. Als Syrah — so heißt sie in ihrer französischen Heimat — ist sie eleganter, würziger, straffer. Als Shiraz, wie sie in Australien genannt wird, tritt sie kräftiger, fruchtbetonter und opulenter auf.

Ihr unverwechselbares Markenzeichen ist eine Pfefferwürze, die kaum eine andere Rebsorte so mitbringt. Verantwortlich dafür ist ein natürlicher Aromastoff namens Rotundon, der exakt den Eindruck von frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer erzeugt. Dazu kommen dunkle Aromen von Brombeere, Pflaume und schwarzer Kirsche, Lakritz und mit Reife Noten von Leder und Tabak. Die Weine sind tiefdunkel, kraftvoll und meist gut lagerfähig.

Ihre Heimat ist das nördliche Rhônetal in Frankreich, wo Spitzenlagen wie Hermitage und Côte-Rôtie reinsortige Syrah-Weine hervorbringen; im Süden der Rhône ist sie zentraler Partner großer Cuvées. Genetisch geht sie auf eine natürliche Kreuzung der alten französischen Sorten Mondeuse Blanche und Dureza zurück. Zur zweiten Heimat wurde Australien, wo alte Shiraz-Reben im Barossa Valley opulente Kraftpakete liefern. Ob elegant-pfeffrig aus der Rhône oder üppig-fruchtig aus Down Under — diese Rebsorte zeigt, wie sehr Klima und Herkunft einen Wein prägen.

Siehe auch: Rhône, Paarl, Columbia Valley, Hawke's Bay, Hunter Valley, Vale do São Francisco, Rubin, Bekaa-Tal (Beqaa), Golanhöhen, Ege (Ägäis-Region).

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