Sauternes ist ein edelsüßer Weißwein aus dem Süden des Bordeaux. Er entsteht aus Trauben, die von der Edelfäule Botrytis cinerea befallen sind und ihren Zucker konzentrieren. Hauptsorte ist Sémillon, ergänzt um Sauvignon Blanc und Muscadelle. Das Ergebnis sind goldene, honigartige und langlebige Weine.
Sauternes ist die berühmteste Herkunft edelsüßer Weißweine der Welt. Das kleine Gebiet liegt rund 40 Kilometer südöstlich der Stadt Bordeaux im Süden der Graves, wo die Flüsse Ciron und Garonne für herbstliche Morgennebel sorgen.
Diese Nebel begünstigen die Edelfäule Botrytis cinerea. Der Pilz durchdringt die Beerenhaut und entzieht den reifen Trauben Wasser, sodass Zucker und Aromen sich stark konzentrieren. Eine so befallene Traube liefert nur noch einen Bruchteil ihres Saftes.
Hauptsorte ist die botrytisanfällige Sémillon, ergänzt um Sauvignon Blanc für Frische und Säure sowie etwas Muscadelle. Nach der Gärung reift Sauternes meist im Barrique. Es entstehen goldene, honigartige Weine mit hoher Süße, die jahrzehntelang lagern können.