Ripasso ist ein Verfahren aus dem Valpolicella in Venetien. Dabei wird ein junger Valpolicella nach der Gärung ein zweites Mal über den noch warmen Trester von Amarone oder Recioto geführt. So gewinnt er zusätzliche Farbe, Alkohol, Tannine und Aromen. Der Wein gilt als „kleiner Amarone“, bleibt aber leichter und günstiger.
Ripasso (italienisch für „nochmals passieren“) ist eine Spezialität aus dem Valpolicella. Der Name beschreibt genau, was passiert: Ein fertig vergorener, einfacher Valpolicella wird ein zweites Mal über Traubenmaterial geführt.
Verwendet werden die noch warmen Trester – die ausgepressten Schalen und Hefereste – von Amarone oder Recioto. Auf ihnen setzt eine erneute, leichte Gärung ein. Der Wein nimmt Farbe, Alkohol, Tannine und die typischen Aromen der Appassimento-Weine auf.
Das Ergebnis liegt zwischen dem leichten Valpolicella und dem gewaltigen Amarone – daher der Beiname „kleiner Amarone“ oder „Baby Amarone“. Ripasso ist kräftiger und komplexer als ein einfacher Valpolicella, aber zugänglicher und günstiger als ein Amarone.