Die Scheurebe ist eine aromatische Weißweinsorte mit Noten von Cassis, Grapefruit und schwarzer Johannisbeere. Georg Scheu kreuzte sie 1916 in Alzey. Lange galt sie als Silvaner mal Riesling – DNA-Analysen zeigten später Riesling mal Bukettraube. In Deutschland stehen rund 1.500 Hektar.
Georg Scheu kreuzte die Rebe 1916 an der Landesanstalt in Alzey. Ihre Abstammung stand jahrzehntelang falsch in den Büchern: als Silvaner mal Riesling. DNA-Analysen Ende der 1990er schlossen Silvaner als Elternteil aus. Heute gilt: Riesling mal Bukettraube.
Die Sorte ist unverwechselbar. Reif zeigt sie Cassis, schwarze Johannisbeere, Grapefruit und Mango – ein Aromabild, das im deutschen Weißwein sonst niemand liefert. Unreif geerntet kippt sie ins grasig-Katzige, deshalb braucht sie gute Lagen und Geduld bei der Lese.
Rund 1.500 Hektar stehen in Deutschland, Schwerpunkte in Rheinhessen und der Pfalz, dazu Franken. Ausgebaut wird sie trocken ebenso wie edelsüß – ihre kräftige Säure trägt auch hohe Restsüße. Als Neuzüchtung gehört sie zu den wenigen, die nie in Verruf gerieten.