Brände zeigen ihren Rohstoff deutlicher als die meisten anderen Spirituosen. Bei uns stehen Obstbrände und Kräuterbitter aus Deutschland, Grappa aus Südtirol und französische Brände nebeneinander. Beim Brand entscheidet die Frucht, beim Grappa der Trester. Welcher zu dir passt, sagen wir dir gern — oder du probierst ihn bei einem unserer Tastings in Baden.
Für einen Obstbrand wird die ganze Frucht vergoren und die Maische anschließend gebrannt. Für einen Geist, etwa Himbeergeist, legt man unvergorene Früchte in Alkohol ein und destilliert danach. Zuckerarme Früchte wie Himbeeren werden deshalb meist zum Geist, zuckerreiche wie Mirabellen oder Williams-Birnen zum Brand.
Grappa wird aus Trester gebrannt, also aus Schalen, Kernen und Stielen, die beim Keltern übrig bleiben. Der Name ist geschützt und steht für Herkunft aus Italien. Junge Grappa ist klar und duftig; gereifte Grappa lag mindestens zwölf Monate im Holz und wirkt runder. Einen Verwandten aus Georgien kennst du vielleicht als Chacha.
Ein Weinbrand wird aus Wein gebrannt, nicht aus Trester, und reift im Holzfass. Die bekanntesten Weinbrände kommen aus Frankreich: Cognac und Armagnac. Die findest du auf einer eigenen Seite: Cognac & Armagnac.
Korn wird in Deutschland aus Getreide gebrannt, etwa aus Weizen, Roggen, Gerste oder Hafer. Ab 37,5 % vol darf er Kornbrand heißen. Wie bei jedem Brand prägt die Destillation mit, wie viel vom Getreide im Glas ankommt.
Leicht gekühlt bei 16 bis 18 °C in einem schmalen Stielglas, das sich nach oben verjüngt. Eiskalt aus dem Gefrierfach verliert er fast alle Aromen.
Brände verderben nicht. Stehend, dunkel und gut verschlossen halten sie über Jahre; mit viel Luft in der Flasche verfliegen die Fruchtaromen über Monate.
Als Abschluss nach einem reichen Essen: Grappa nach italienischer Küche, ein Obstbrand nach Wild oder Käse. Kräuterbitter wirken nach dem Essen herb und kräftig.
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