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Wein

Kabinett

Kabinett ist die niedrigste der sechs deutschen Prädikatsstufen und steht für leichte, feine Weine aus normal reifen Trauben. Das Mindestmostgewicht liegt je nach Anbaugebiet und Rebsorte bei etwa 70 bis 85 Grad Öchsle. Kabinettweine sind meist schlank, frisch und moderat im Alkohol.

Auch bekannt als: Kabinettwein, Kabinettstufe

Kabinett bildet die Einstiegsstufe der deutschen Prädikatsweine, über dem Qualitätswein und unter der Spätlese. Die Trauben werden bei normaler Reife gelesen, das geforderte Mindestmostgewicht ist das niedrigste aller Prädikate. Wie bei allen Prädikatsweinen ist eine Anreicherung mit Zucker verboten – die Reife muss von Natur aus erreicht werden.

Ein verbreitetes Missverständnis: Kabinett sagt nichts über den Geschmack aus. Das Prädikat beschreibt die Reife der Trauben vor der Gärung, nicht die Süße im Glas. Es gibt trockene, halbtrockene und fruchtsüße Kabinettweine – gerade an der Mosel ist der leichte, feinherbe Kabinett-Riesling ein Klassiker.

Stilistisch stehen Kabinettweine für Eleganz statt Kraft: wenig Alkohol, klare Frucht, animierende Säure. Sie gelten als ideale Sommer- und Speisenbegleiter und zeigen, dass Größe im Wein nicht von Wucht abhängt.

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