Schwarzriesling ist trotz des Namens kein Riesling, sondern eine Mutation des Spätburgunders. In Frankreich heißt er Pinot Meunier und ist dort eine der drei Champagner-Sorten. In Deutschland stehen rund 1.660 Hektar, fast alle in Württemberg. Der Wein ist hell, weich und fruchtig.
Der Name führt gleich doppelt in die Irre. Mit dem Riesling hat der Schwarzriesling nichts zu tun: Er ist eine Mutation des Spätburgunders und gehört damit zur Burgunderfamilie. Und schwarz ist er auch nicht – der Wein fällt eher hell aus.
Der zweite Name erklärt mehr: Müllerrebe. Die Blätter und Triebspitzen sind fein behaart und sehen aus, als hätte sie jemand mit Mehl bestäubt. Genau das steckt auch im französischen Namen: Meunier heißt Müller. Und unter diesem Namen ist die Sorte weltberühmt – als Pinot Meunier stellt sie rund 30 Prozent der Rebfläche in der Champagne und ist neben Pinot Noir und Chardonnay eine der drei zugelassenen Sorten.
In Deutschland stehen rund 1.660 Hektar, praktisch alle in Württemberg. Der Rotwein ist hellrot bis ziegelrot, mit weichem Tannin, milder Säure und Aromen von Kirsche, Erdbeere und rotem Apfel. Er treibt früh aus und ist deshalb frostgefährdet – dafür reift er zuverlässig. In der Champagne schätzt man genau das: Meunier bringt Fruchtigkeit und macht den Schaumwein früher zugänglich.