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SchaumweinTasting-WissenWein

Winzersekt

Winzersekt ist die Spitzenkategorie des deutschen Sekts und gesetzlich streng geregelt: Die Trauben müssen vollständig aus dem eigenen Weingut stammen, die Herstellung erfolgt zwingend in traditioneller Flaschengärung mit mindestens 9 Monaten Hefereife. Rebsorte, Jahrgang und Winzername stehen auf dem Etikett. Qualitativ spielt er in einer Liga mit Champagner und Crémant.

Auch bekannt als: Winzersekt b.A.

Winzersekt ist das beste, was der deutsche Schaumwein zu bieten hat — und im Gegensatz zum einfachen Sekt ein streng geschützter Qualitätsbegriff. Die Anforderungen lesen sich wie ein Versprechen: Alle Trauben müssen aus dem eigenen Weinberg des Winzers stammen und dort auch verarbeitet werden. Die Herstellung erfolgt ausschließlich in traditioneller Flaschengärung — jener aufwändigen Methode, bei der die zweite Gärung in genau der Flasche stattfindet, die später verkauft wird.

Vorgeschrieben sind mindestens 9 Monate Reife auf der Hefe; viele Spitzenerzeuger lassen ihre Sekte ein bis drei Jahre oder länger liegen. Auf dem Etikett müssen Rebsorte, Jahrgang und der Name des Winzers stehen — volle Transparenz. Während in einer Großkellerei Millionen Flaschen vom Band laufen, kümmert sich der Winzer um jede einzelne Flasche: Rütteln, Degorgieren, Dosage in Handarbeit. Das Ergebnis ist eine feinere Perlage, mehr Tiefe und eine Komplexität, die deutschen Schaumwein auf Augenhöhe mit Champagner, Crémant und Cava bringt.

Seit 2020 setzt das Sekt-Statut des Verbands Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) noch strengere Maßstäbe: VDP.SEKT verlangt 15 bis 24 Monate Hefereife, die Spitze VDP.SEKT.PRESTIGE mindestens 36 Monate. Klassische Rebsorten sind Riesling und die Burgundersorten. In der Praxis werden die meisten Winzersekte als Brut oder Extra Brut angeboten, weil dieser trockene Stil die Qualität des Grundweins am reinsten zeigt. Wer deutschen Schaumwein unterschätzt, hat noch keinen guten Winzersekt getrunken.

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