Crémant ist französischer Schaumwein, der wie Champagner in traditioneller Flaschengärung entsteht, aber außerhalb der Champagne — etwa im Elsass, in Burgund oder an der Loire. Er reift mindestens 9 Monate auf der Hefe und gilt als hervorragende, deutlich günstigere Alternative zum Champagner. Der Name kommt von „crème" (cremig).
Crémant ist der vielleicht klügste Kauf im Schaumweinregal: Er wird nach demselben aufwändigen Verfahren wie Champagner hergestellt — der traditionellen Flaschengärung mit zweiter Gärung in der Flasche —, kommt aber nicht aus der Champagne und kostet dadurch oft nur einen Bruchteil. Der Name leitet sich von „crème" ab und verweist auf die cremige, feinperlige Textur.
Als geschützte Bezeichnung darf sich Crémant nur nennen, wer strenge Regeln erfüllt: Handlese ist Pflicht, nur ganze Trauben dürfen gepresst werden, und die zweite Gärung muss in der Flasche stattfinden. Vorgeschrieben sind mindestens 9 Monate Reife auf der Hefe (gegenüber 15 beim Champagner) — viele Winzer gehen freiwillig deutlich darüber hinaus. In Frankreich gibt es acht anerkannte Crémant-Regionen, jede mit eigener Handschrift: Der Crémant d'Alsace setzt auf Pinot Blanc und Riesling und wirkt frisch und floral, der Crémant de Bourgogne auf Chardonnay und Pinot Noir und gilt als besonders eleganter „kleiner Bruder" des Champagners, der Crémant de Loire auf Chenin Blanc mit lebendiger Säure.
Zwei Dinge sind erwähnenswert. Erstens: Crémant ist längst kein Geheimtipp mehr — in Deutschland wurde zeitweise mehr Crémant als Champagner getrunken. Zweitens eine Richtigstellung: Crémant ist nicht zwingend französisch. Auch deutsche Winzer dürfen ihren Schaumwein „Crémant" nennen (etwa „Crémant aus Rheinhessen"), sofern sie dieselben strengen Voraussetzungen erfüllen. Wer die Aromatik der Flaschengärung — Brioche, Nuss, reife Frucht — zu einem fairen Preis sucht, ist beim Crémant genau richtig.
Siehe auch: Espumante.
Siehe auch: Champagne, Loire, Elsass, Crémant de Luxembourg.