Andalusien ist Spaniens südlichste Weinregion und die Heimat der berühmtesten gespriteten Weine des Landes. Rund um das Sherry-Dreieck zwischen Jerez, Sanlúcar und El Puerto de Santa María reifen auf weißen Albariza-Kreideböden vor allem Palomino, Pedro Ximénez und Moscatel. Neben dem Sherry prägen Montilla-Moriles und die Süßweine aus Málaga das Bild.
Das Herz des andalusischen Weinbaus schlägt an der Atlantikküste, wo aus der Traube Palomino die knochentrockenen Fino- und Manzanilla-Weine entstehen und aus Pedro Ximénez die dunklen, süßen Varianten. Die oxidative Reifung im Solera-System und der Hefeschleier aus Flor machen den Sherry aus dem Weinbaugebiet Jerez weltweit einzigartig.
Andalusien ist aber mehr als Jerez. Südlich davon, in Montilla-Moriles, reift Pedro Ximénez oft ohne Aufspritung zu kräftigen Weinen, und die Rebberge rund um Málaga liefern seit Jahrhunderten süße Moscatel- und PX-Weine. Wer die Bandbreite kennenlernen will, findet vom nussigen Amontillado über den Oloroso bis zum rosinigen Süßwein die ganze Welt des andalusischen Genusses.